Forstliches Gutachten zur Situation der Waldverjüngung

Junger Bergahorn

Junger Bergahorn
Foto: Simon Östreicher

Das AELF Kaufbeuren hat 2018 bereits zum zwölften Mal die "Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung" erstellt.

Von Mitte März bis Ende Mai haben dazu die Förster die Verjüngungsinventur durchführt. Anhand eines systematischen Gitternetzes wurden je Hegegemeinschaft 30 bis 40 Verjüngungsflächen aufgenommen und dabei 3.000 bis 4.000 junge Bäume auf Verbissschäden untersucht. Durch dieses Verfahren sind die Ergebnisse auf Hegegemeinschaftsebene statistisch abgesichert.
Forstliche Gutachen, Revierweise Aussagen und Revierbegänge
Die Inventurergebnisse und die örtlichen Erkenntnisse der Forstbeamten flossen dann in die Erstellung der Gutachten für die 13 Hegegemeinschaften ein. Es wurden zudem über 200 ergänzende Revierweise Aussagen erstellt, die die Verjüngungssituation auf Jagdrevierebene bewerten. Dazu wurden von den Förstern, Jägern und Jagdgenossen im Jahr 2018 rund 100 gemeinsame Revierbegänge durchgeführt.

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2018

Nachdem sich von 2012 auf 2015 die Verbisssituation fast im gesamten Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren verbessert hat, zeigt sich 2018 ein uneinheitliches Bild: In zehn Hegegemeinschaften wird die Verbissbelastung als "zu hoch" bewertet, in drei Hegegemeinschaften ist die Verbisssituation "tragbar". In fünf Hegegemeinschaften konnte gegenüber 2015 eine Verbesserung der Verbissbelastung bzw. eine Stabilisierung der tragbaren Verbisssituation festgestellt werden, so dass die Empfehlung für die künftige Abschussplanung "Abschuss beibehalten" lautet. In acht Hegegemeinschaften war aber eine negative Tendenz beim Schalenwildverbiss zu verzeichnen, so dass eine Erhöhung des Abschuss für die nächsten drei Jahre empfohlen wird. Die Forstlichen Gutachten und die ergänzenden Revierweisen Aussagen sollen den Beteiligten als wichtige Grundlage für die Abschussplanungen auf Schalenwild der Jahre 2019 bis 2022 dienen.

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2015

Die Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2015 zeigten im Amtsbereich einen positiven Trend. In 11 von 13 Hegegemeinschaften ist der Leittriebverbiss zurückgegangen, in einigen Hegegemeinschaften sogar deutlich. Trotzdem wird die Verbissbelastung in 11 Hegegemeinschaften als noch "zu hoch" angesehen und nur in zwei Hegegemeinschaften als "tragbar". Da aber der Schalenwildabschuss in den vorangegangenen drei Jahren maßgeblich zu der beschriebenen Verbesserung geführt hatte, lautete die Empfehlung in 12 Hegegemeinschaften, den Abschuss beizubehalten, und nur in einer, ihn zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten: