Auerwildhabitatspflege im Pfrontner Bergwald

Durch das im dichten Nebel gehüllten Vilstal, führt der Forstweg südseitig hinauf Richtung Edelsberg. Die Fichtenwälder mit Polstern aus Moosen und Heidelbeere wirken mystisch. Bis sich plötzlich der Nebel lichtet und bei der nächsten Kehre den Blick auf die umliegenden Berge frei gibt.

Da haben wir nach dem gestrigen Regen aber richtig Glück!", sagt Bergwaldmanagerin Nina Oestreich, die gemeinsam mit Forstrevierleiter Sebastian Baumeister und seinem Praktikanten Christoph Härle, bei einem Forstunternehmer nach dem Rechten sieht.
Forstunternehmer mit Schutzausrüstung schneidet Flächen im Wald für das Auerwild frei.Zoombild vorhanden

Forstunternehmer Moritz Klein bei der Pflege von Auerwildhabitaten im Pfrontener Bergwald

"Für das Auerhuhn ist es wichtig, Strukturen mit einem Wechsel von lichteren und dichteren Bereichen zu schaffen und die Zwergstrauchschicht aus Heidelbeere zu erhalten. Hierfür werden dichte Fichtengruppen durchforstet und Korridore freigeschnitten. Mischbaumarten, wie Buche und Ahorn, werden natürlich stehen gelassen", erklärt Baumeister dem Praktikanten. Robert Schürzinger, Vorstand der WWG Pfronten-Kappel, freut sich über die fachmännische Unterstützung: "In Eigenleistung könnten wir in so kurzer Zeit wohl keine 13 Hektar Jungwald pflegen". Dem kann sich Werner Wichtermann, Vorstand der WWG Pfronten-Röfleuten/Halden, nur anschließen und ergänzt: "So tun wir gleichzeitig etwas Gutes für den Wald und den Naturschutz."