23 Teilnehmer beim Kälberaufzuchtwettbewerb 2025/26 im Ostallgäu
Vier hervorragende erste Plätze beim Kälberaufzuchtwettbewerb

Mehrere Personen stehen nebeneinander im Freien und halten UrkundenZoombild vorhanden

Alle Fotos: Manuel Spaun | AELF KF

Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Landwirt müssen die Lehrlinge verschiedene Wettbewerbe erfolgreich absolvieren. Neben dem Berufswettkampf und Forstwettbewerb findet im Ostallgäu der Kälberaufzuchtwettbewerb statt. In diesem Jahr nahmen 23 Auszubildende im Bereich der Berufsschule Marktoberdorf am Kälberaufzuchtwettbewerb teil.

Ziel des Wettbewerbs ist, dass sich die angehenden Landwirte mit der erfolgreichen Aufzucht eines Kalbs auseinandersetzen. „Die Kälberaufzucht ist von enormer Bedeutung für den Milcherzeuger, weil sie die Basis für langlebige, gesunde und leistungsbereite Milchkühe ist“, erklärt Manuel Spaun, der als Bildungsberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren den Wettbewerb organisierte.

Der Wettbewerb besteht aus einem Theorie- und Praxisteil:

Theorieteil
Die Teilnehmer müssen sämtliche Gegebenheiten und Daten ab der Geburt des Kalbes in einem Leittext dokumentieren. Dazu gehören u.a. Aufzeichnungen über die Abstammung, den Geburtsverlauf, das Erstellen eines Tränkeplanes, die Kontrolle der tatsächlichen Futteraufnahme und das wöchentliche Wiegen des Kalbes. Der Leittext wird mit Punkten bewertet und fließt in die Gesamtbewertung mit ein.
Praxisteil
Nach dem Abschluss der Aufzuchtphase wird jeder einzelne Teilnehmer auf seinem Lehrbetrieb oder zu Hause besucht. Zunächst muss das Kalb vorgeführt und präsentiert werden. Vorführer und Kalb müssen sich von ihrer besten Seite zeigen. Das Zusammenspiel zwischen Vorführer und Kalb erfordert viel Ruhe, Geduld und Übung. Deshalb müssen die Teilnehmer vorab bei zahlreichen Trainingseinheiten das Kalb an das Führen am Halfter gewöhnen. „Gerade bei diesem Teil merkt man, dass die Teilnehmer mit Ehrgeiz dabei sind“, so Manuel Spaun.

Anschließend wird noch das allgemeine Fachwissen über die Kälberaufzucht und -haltung abgefragt. Der Praxisteil wird, wie in der Theorie, auch mit Punkten bewertet.

Ausschlaggebend für den Abschluss des Wettbewerbes ist jedoch das Gesamtergebnis, welches sich aus den Theorie- und Praxispunkten errechnet. Schwächen in der Theorie können mit besonderen Stärken und Fertigkeiten in der Praxis ausgeglichen werden. Wer ganz vorne mitmischen will, darf aber in der Theorie kaum Punkte liegen lassen. Maximal werden 100 Punkte vergeben.

Siegerehrung und Preisverteilung

Dieses Jahr gab es eine Besonderheit, insgesamt vier Auszubildende lagen mit 98 Punkten auf dem ersten Platz, bei einer max. Gesamtpunktezahl von 100 Punkten. Bildungsberater Manuel Spaun und Berufsschullehrer Josef Herz gratulierte den Teilnehmern zu den herausragenden Leistungen.

Die Leistung der Teilnehmer wurde durch verschiedene attraktive Preise gewürdigt. Jeder Teilnehmer erhielt ein T-Shirt, das durch den Maschinenring Ostallgäu ge-sponsert wurde. Alle Teilnehmer erhielten darüber hinaus weitere kleinere oder größere Preise je nach Platzierung. Einkaufsgutscheine für eine Metzgerei wurden von der Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh Allgäu gesponsert. Zwei Einkaufsgutscheine für Arbeitskleidung wurden vom Kälberzentrum Schmitz beigesteuert. Vom Lely Center in Baisweil wurden jeweils zwei Kälberdecke und Westen gesponsert. Der Rinderzuchtverband ProRind stellte eine Weste und verschiedene kleinere Preise, wie Schildkappen, Meterstäbe und Cuttermesser zur Verfügung.

Die Siegerehrung mit der Preisübergabe fand an der Berufsschule Marktoberdorf statt.

Die vier punktgleichen ersten Plätze mit 98 Punkten:

Theresa Groß
Theresa Groß aus Ruderatshofen. Das Kalb stammt vom Ausbildungsbetrieb Kleinheinz GbR in Irsee.
Florian Göppel
Florian Göppel aus Kaufbeuren. Das Kalb wurde auf dem Ausbildungsbetrieb Schwayer GbR in Lauchdorf aufgezogen.
Andreas Lutzenberger
Andreas Lutzenberger aus Langerringen. Das Kalb stammt vom Ausbildungsbetrieb JM Ostenried KG in Leinau.
Veronika Stückl
Veronika Stückl aus Uffing am Staffelsee. Das Kalb wurde auf dem Ausbildungsbetrieb Mar-kus und Josef Böckler GbR in Kempten aufgezogen.