Kälberaufzuchtwettbewerb
Auszubildende beschäftigen sich intensiv mit der Kälberaufzucht

Im Rahmen ihrer Ausbildung müssen landwirtschaftliche Lehrlinge insgesamt zwei Wettbewerbe erfolgreich absolvieren.
Zur Wahl stehen: Berufswettkampf, Forstwettbewerb und Kälberaufzuchtwettbewerb.

Im Jahr 2018/19 nahmen 45 Auszubildende im Bereich der Berufsschulen Marktoberdorf und Kempten, sowie ein dualer Student der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf im Rahmen der dualen Ausbildung, am Kälberaufzuchtwettbewerb teil. "Wie ziehe ich ein Zuchtkalb erfolgreich auf?" lautete das Thema. Die Kälberaufzucht ist von enormer Bedeutung für den Milcherzeuger, weil sie die Basis für langlebige, gesunde und leistungsbereite Milchkühe ist.
Manuel Spaun vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, Fachzentrum Rinderhaltung organisierte und betreute diesen Wettbewerb der aus einem Theorie- und Praxisteil besteht.
25 Teilnehmer der Berufsschule Kempten nahmen am Kälberaufzuchtwettbewerb teil.
Teil 1: Die Theorie
Die Teilnehmer müssen sämtliche Gegebenheiten und Daten ab der Geburt des Kalbes in einem Leittext dokumentieren. Dazu gehören u.a. Aufzeichnungen über die Abstammung, den Geburtsverlauf, das Erstellen eines Tränkeplanes, die Kontrolle der tatsächlichen Futteraufnahme und das wöchentliche Wiegen des Kalbes. Der Leittext wird mit Punkten bewertet und fließt in die Gesamtbewertung mit ein.
20 Teilnehmer der Berufsschule Marktoberdorf nahmen am Kälberaufzuchtwettbewerb teil.
Teil 2: Die Praxis
Nach dem Abschluss der Aufzuchtphase wird jeder einzelne Teilnehmer auf seinem Lehrbetrieb oder zu Hause besucht. Zunächst muss das Kalb möglichst gut vorgeführt und präsentiert werden. Vorführer und Kalb müssen sich dabei von ihrer besten Seite zeigen. Das führen am Halfter erfordert eine gewisse Übung und muss mit dem Kalb vorab trainiert werden.
Anschließend wird noch das Fachwissen rund um die Kälberaufzucht bei dem Betriebsbesuch bewertet. Der Praxisteil wird wie in der Theorie auch mit Punkten bewertet.
Punktverteilung
Ausschlaggebend für das Abschneiden der Teilnehmer beim Wettbewerb ist das Gesamtergebnis, das sich aus Theorie- und Praxispunkten errechnet. Schwächen in der Theorie können mit besonderen Stärken und Fertigkeiten in der Praxis ausgeglichen werden. Wer ganz vorne mitmischen will, darf in der Theorie kaum Punkte liegen lassen. Maximal werden 100 Punkte vergeben.

Für die Teilnehmer gab es attraktive Preise, die ihnen in den Berufsschulen Kempten und Marktoberdorf übergeben wurden.